Swarovski: Funkeln mit Tradition

Jede ordentliche Einkaufszone oder Mall hat einen Swarovski – Laden, überall auf der Welt. Die Kristallmarke steht für bezahlbaren Luxus und Glamour. Und sie erfindet sich ständig neu. Was kaum einer weiß: Bis heute liegt Swarovski fest in Familienhand.

Geschichte: mit Glasschleifer Daniel Swarovski ging alles los

Daniel Swarovski kam 1895 aus Böhmen nach Wattens in Österreich. Er hatte ein neues Verfahren zum Schleifen von Glas erfunden und patentieren lassen, in seiner neuen Fabrik wollte er eine ganz neue Art von Schmucksteinen herstellen.

Statt wie bisher mit der Hand sollten die kleinen Glassteine mit Maschinen geschliffen werden. Das ging schneller, war preiswerter und sah vor allem viel besser aus. Weil die Nachfrage nach geschliffenem Glas um die Jahrhundertwende immer weiter stieg, meldete Daniel Swarovski seine neue Maschinentechnik zum Patent an und zog sich in die kleine Stadt zurück, wo er darauf hoffte, keine Aufmerksamkeit von Nachahmern auf sich zu ziehen. Alles, was er für seinen neue Fabrik brauchte, war sowieso vorhanden: Wasser und Elektrizität.

 

 

Heute: von der Kleinstadt in die ganzen Welt

Seinen Hauptsitz hat Swarovski auch heute noch in Österreich, in der kleinen Stadt namens Wattens. Dort gibt es neben Bauernhöfen und einer malerischen Landschaft nicht viel, aber Swarovski hat Büros in allen großen Metropolen und kann sich diese Tradition deshalb leisten.

Zu der Ur-Fabrik in Österreich gibt es heute allerdings noch welche in den USA, Indien und China. Weltweit finden Shoppingverrückte in 42 Ländern insgesamt 2500 Boutiquen von Swarovski. Ein Imperium kann man die Firma heute getrost nennen, die Zeiten der Idylle im kleinen Wattens scheinen wie von gestern.

 

swarovski 2

 

Heute werden die Geschäfte größtenteils von London aus geleitet, Chefin des Familienunternehmens ist zurzeit Nadja Swarovski. Die 42-Jährige wuchs in Tirol aus und ist die Ur-Ur-Enkelin des Firmengründers. Sie besuchte das deutsche Eliteinternat Schloss Salem und studierte später in den USA.

Swarovski: von kitschigen Kristallfiguren zu trendigem Modeschmuck

Nadja Swarovski hat den Konzern von Grund auf verändert. Weg von den kitschigen Figuren, für die Swarovski so lange bekannt war, hin zu modernen Schmuckstücken, die sich fast jeder locker leisten kann. Und die trotzdem diesen Hauch Glamour versprühen, den sich Frauen überall auf der Welt wünschen.

 

 

Und genau werden die Stücke auch designt – die Ateliers von Swarovski befinden sich in New York, London, Hongkong und Paris. Unterstützt von bekannten Designern wie Alexander McQueen, Karl Lagerfeld und Jimmy Choo wurden die Kristalle von Swarovski wieder chic und fanden sich ganz plötzlich auf den Laufstegen der großen Schauen wieder. Und nicht nur da!

Swarovski Fans: Beyoncé, Claire Danes, Lady Gaga …

Das Comeback der Swarovski Kristalle ist gelungen. Die Designer und auch die Stars sind verrückt nach den kleinen Steinchen, die auf Kleider genäht oder in Colliers getragen werden. Schauspielerinnen wie Claire Danes oder Penélope Cruz tragen Kleider mit Swarovski Besatz auf dem roten Teppich, der Vorhang bei den Oscars 2013 ist komplett besetzt mit Kristallen von Swarovski und bei der Amtseinführung von US-Präsident Barack Obama trug seine Frau Michelle – genau – Swarovski.

 
 
 

Bild 01: Tupungato / Shutterstock.com

Bild 02: Maxene Huiyu / Shutterstock.com

 

 

 

Follow on Bloglovin

Tagged with:
This post was written by

Trackbacks

  • Trackback from Der perfekte Verlobungsring … unter 200 Euro
    Monday, 14 October, 2013

    […] Finger weg von: Flohmarktschnäppchen, Modeschmuck und H&M-Angeboten. Hier kann man entweder nicht sicher sein, ob der Stein wirklich echt ist – oder sie sind zu billig und damit nichts für die Ewigkeit. Und das soll die Ehe doch sein. Eine okaye Alternative wären Swarowski-Stücke.  […]

Leave a Reply