Schwarzlose: Der Duft von Berlin

Es war einmal in Berlin: Jahrhundertwende, die goldenen Zeiten sind in vollem Gange, in Berlin treffen sich die Bohème und der internationale Jetset. Und mittendrin: Schwarzlose. Joachim Friedrich Schwarzlose ist eigentlich Klavierbauerm, wird aber mit seine Parfüms berühmt. Und genau die werden jetzt neu aufgelegt.

Die ganze Geschichte von J.F. Schwarzlose

Aber der Reihe nach: Besagter Klavierbauer gründete 1856 den Drogeriehandel „J.F. Schwarzlose Söhne“ – eine Investition für seine vier Kinder, die das Geschäft in der Markgrafenstraße 29 in Berlin führen sollten. Und die leiteten nicht nur den gut florierenden Laden, sondern experimentierten auch mit eigenen Parfümkreationen.

Franz, Kurt, Max und Hedwig Schwarzlose gingen schließlich mit Düften wie „Rausch“, „Trance“ und „Treffpunkt 8 Uhr“ in Produktion.

Die Marke lief so gut, dass eine 1858 eine ganze Parfümeriefarbrik übernommen wurde (Treu & Nuglisch) und von Schwarzlose unter anderem der preußische Hof beliefert wurde. Als 1902 der Enkel von Joachim Friedrich Schwarzlose das Familienunternehmen übernahm, expandierte die Firma bereits nach ganz Europa und sogar Asien und Australien.

Nichts schien ihr etwas anhaben zu können: Schwarzlose überstand die Inflation und war in Berlin die Nummer 1 aller Parfümerien. Doch dann kam der Zweite Weltkrieg und zerstörte Fabrik und Geschäftsfilialen. Die neue Geschäftsführung hielt noch bis in die 70er Jahre durch, musste dann aber aufgeben.

Die Wiederbelebung: Schwarzlose ist wieder da

Der Name Schwarzlose steht noch immer für Qualität und feinste Parfüms. Und er wird jetzt zu neuem Leben erweckt. Die Düfte tragen die bewährten Namen und sollen an die goldenen Zeiten und das lebendige Berlin anknüpfen.

„J.F. Schwarzlose Berlin“ nennt sich die Marke heute und richtet sich wie vor über 100 Jahren an ein internationales Publikum. Zu kaufen gibt es Schwarzlose nicht in vielen, aber in ausgewählten Läden – real und im Netz.

Die Düfte: 1A-33, Trance und Rausch

Schwarzlose BerlinDie Düfte von damals sind auch heute noch aufregend – und trotzdem so klassisch, dass sie nicht verstaubt, sondern zeitlos rüberkommen. Schon um die Jahrhundertwende rochen die Parfüms von Schwarzlose nach der großen weiten Welt einerseits – mit Einflüssen und Duftnoten aus Orient, Afrika und der neuen Welt.

Aber auch Berlin war von Anfang an ein fester Identifikationspunkt für Schwarzlose. Deswegen kam um 1900 der wohl bekannteste Duft „1A-33“ auf den Markt. Was auf den ersten Blick nach einer verwirrenden Zahlen-Buchstaben-Kombination aussieht, ist in Wahrheit das ehemalige KFZ-Kennzeichen von Berlin. Wer diesen Frauenduft trug, zeigte als Heimatverbundenheit, ohne bieder zu sein. Und das geht heute wieder.

Schwarzlose hat 2013 den Duft wieder neu aufgelegt. Er duftet nach Mandarine, rotem Peffer, Jasmin und Lindenblüten. Dazu gehört ein Tropfen Spreewasser und Magnolienblüte, das Symbol von Würde und Haltung.

Für die dunklen Töne sorgen Zedernholz und Irispuder. Der Flakon kommt wie damals im Art Déco-Stil daher und zeigt sich mondän und modern zugleich. Kurz: Wer Berlin liebt, muss diesen Duft besitzen und tragen und ihn vor allem leben!

www.schwarzloseberlin.com

 

 

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2 Comments on "Schwarzlose: Der Duft von Berlin"

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  • Trackback from OUD – Das Geheimnis hinter dem Duft
    Tuesday, 5 March, 2013

    […] Oud” von Laurent Mazzone, Aramis mit “Perfume Calligraphy” oder der neu belebten Berliner Firma J. F. Schwarzlose mit “Rausch”. Zudem gibt es Düfte von Maison Francis Kurkdjian oder […]

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