OUD – Das Geheimnis hinter dem Duft

Seit einigen Monaten gibt es einen neuen Hype, was Parfums angeht: Oud! Aber was macht die harzige Essenz so begehrenswert – und wonach riecht sie eigentlich? StyleHype.de hat alle Infos rund um den Trendduft:

Oud via StyleHype.de

 

Oud: Selten, intensiv und narkotisierend

Gesprochen wird Oud übrigens: “Uuuhd”. Und das ist nur eine der vielen Dinge, die Viele nicht über den Duft wissen. Warum zum Beispiel entdecken ausgerechnet 2013 mehrerer Parfümeure diese Duftessenz wieder? Und warum reagieren alle darauf wie auf eine Offenbarung?

Zuerst einmal zum Geruch: Oud riecht verführerisch. Holzig, würzig und sogar als animalisch wird die Essenz beschrieben. Richtig in Parfums integriert sorgt Oud für dieses gewissen Etwas und lässt beim Träger eine ganz neue, oft dunkle Seite aufblitzen. In Arabien ist Oud ein alter Hut: Seit 2000 Jahren wird der Duft dort verwendet. Und schon damals benutzten Männer wie Frauen Oud als verführerisch-narkotisierende Note.

Ursprung von Oud: ein Defekt in Südostasien

Der geheimnisvolle Duft kommt aus Südostasien und wird dort als Harz des Adlerholzbaumes abgebaut. Allerdings nicht, wenn der Baum gesund ist, sondern nur wenn er von einem ganz bestimmten Schimmelpilz befallen ist. Die dann eintretende Immunreaktion des Baumes sorgt dafür, dass das Harz unnormal würzig, schwer und balsamisch duftet. Je stärker der Pilz ist, desto besser werden die Duftstoffe ausgebildet.

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1  –  J.F. Schwarzlose Berlin: Rausch (Eau de Parfum)

2  –  Nasomatto: Black Afgano (Parfum Extrait)

3  –  Maison Francis Kurkdjian: Oud (Eau de Parfum)

4  –  Montale: White Aoud (Eau de Parfum)

5  –  Laurent Mazzone: Black Oud (Parfum Extrait)

 

Oud ist selten – und nicht nur deswegen kostbar

Wenn ein Stoff so rar und selten ist, dann macht sich das vor allem beim Preis bemerkbar. Ein Kilogramm Oud kostet auf dem Markt bis zu 50.000 Euro – das ist 35 mal mehr als der auch nicht gerade günstige Duft “Chanel No. 5”. Aber pur wird Oud so oder so nicht verwendet. In Düften wie “Aoud Ever” von Montale Paris ist Oud nur mit einem kleinen Anteil vertreten, die Wirkung allerdings ist groß.

Experten beschreiben die Faszination von Oud mit dem unglaublich breiten Duftspektrum, das von ledrig-holzig bis balsamisch-süß reicht. Alle Eigenschaften, die Menschen an einem Parfum lieben – Oud hat sie alle in sich und ist damit so etwas wie das perfekter Parfum. Kombiniert wird Oud am liebsten mit Orange, Lavendel oder Vanille. Das verleiht dem Ganzen einen Spritzer Leichtigkeit.

Die Oud – Marken: Nischenfirmen mit großem Können

Schaut man sich die Hersteller der Oud-Parfums an, dann sind die meisten Namen keine geläufigen. Es lohnt sich für die industrielle Herstellung nur bedingt, diesen Duft zu verarbeiten, weshalb sich vor allem Nischenfirmen darauf spezialisiert haben. Sie achten auch darauf, den Duft nicht zu schwer wirken zu lassen. Am besten gelingt das bei “Black Oud” von Laurent Mazzone, Aramis mit “Perfume Calligraphy” oder der neu belebten Berliner Firma J. F. Schwarzlose mit “Rausch”. Zudem gibt es Düfte von Maison Francis Kurkdjian oder Nasomatto.

Alle gemeinsam sind sie keine günstige, aber eine lohnenswerte Investition. 50 Milliliter eines Parfums mit Oud kosten im Durchschnitt 80 bis 120 Euro. Allerdings kann man damit dann auch sparsam umgehen. Oud Parfums sind duftintensiv und haben eine extrem hohe Haltbarkeit auf der Haut.

 

 

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